Gott - Nein Danke!

Da hat man sich endlich mal durchgerungen und widmet sich voller Elan dem Haushalt und schon klingelt es an der Tür. Etwas verdutzt öffne ich gleich die Tür mit der Erwartung die neue Mieterin zu sehen die im Haus eingezogen ist und kurzfristig meinen Briefkasten für sich beansprucht hatte. Dennoch begrüße ich die Frau recht freundlich die mich auch gleich mit einem “Hach, schön dass du da bist!” begrüßt. Da die von mir gestarteten roten heißen Chilischoten doch recht Laut durch den Flur bis an die Wohnungstür dringen verstehe ich nicht jedes Wort von ihr, die Frage “Wie stehst du zu Gott oder evtl. etwas anderem Göttlichen?” dringt jedoch sehr wohl zu mir durch und lässt meine anfängliche Erwartung schwinden. Jetzt fängt es mich dann auch an zu stören, dass die Dame mich gleich gedutzt hat und ich mache ihr klar, dass ich noch nie etwas mit Gott am Hut gehabt habe und sie da an der falschen Adresse ist. Ein “Darf ich fragen wieso? Einfach so generell, oder wie kommt es?” beantworte nur noch mit einem “Verschiedene Gründe, da lohnt es sich auf keinen Fall zu kämpfen.” Ihr Lächeln wirkt mittlerweile noch aufgesetzter und sie verabschiedet sich mit “Lass dich nicht ärgern und schöne Musik. Hört sich auch schon von der Straße aus gut an.” Danke. Danke Gott, dass du sie hast weiterziehen lassen.

Lied des Tages: Red Hot Chili Peppers - Torture Me

8 Comments

panschi  on August 30th, 2006

Du hast einfach die falsche Musik am Start um solche Belästigungen von vorne herein abzuschmettern. Black Metal hilft halt in allen Lebenslagen ;)

Trotzdem feines Geschichtchen!

Stefan  on August 31st, 2006

Ich hab ganz vergessen zu erwähnen, dass ich ihr noch deine Adresse gegeben habe. Kannst dich ja schonmal musikalisch und mental vorbereiten.

Dominik  on August 31st, 2006

Amen Bruder, Amen …

Tim  on September 1st, 2006

Die hat bestimmt auch das Blut an deine Tür geschmiert.Um dich jetzt, wo du sie so abgewiesen hast, als Satans-Jünger zu enttarnen.Oder so.

Stefan  on September 1st, 2006

Da könntest du wohl recht haben. Wahrscheinlich hat sie aber auch das brennende Pentagramm in meinem Flur daran gehindert einzutreten und der Fleck an meiner Tür war ein gespuckter Abschiedsgruß.

I Nachteinsatz - Hollywood in Bremen » blog.stefanbueschler.de  on September 5th, 2006

[...] Jeder der I Robot gesehen hat kennt auch die Szene links in dem oberen Bild. Eine erschreckend ähnliche Szenerie spielte sich heute Nacht gegen halb Zwei ganz in meiner Nähe ab. Wie nah diese Nähe war erkennt man an dem rechten Ausschnitt in dem Bild oben. Dieses Monstrum riss mich gegen besagte unchristliche Zeit (das hat jetzt nichts mit meinem nicht vorhandenen Glauben zu tun, es geht hier nur um die Uhrzeit) aus meinem geliebten Schlaf. Nachdem ich das “Plong plong…” und “IIIIEEEKK…. WRRROOOOHM” (ich sollte Lautschrift lernen) soweit einordnen konnte und “es” sich anscheinend direkt vor meinem Wohnung befindet , tapste ich also zum Fenster. Als ich die Gardine zur Seite schob wurde ich von diversen Scheinwerfern geblendet und ich konnte nur langsam die ersten Umrisse erkennen. Es war gelb und es war riesig und es war gerade mal gefühlte 2m entfernt… Will Smith hat sich wahrscheinlich ganz ähnlich gefühlt. Den todesmutigen Sprung über eine weggebrochene Treppe zum 1. Geschoss um die Katze zu retten konnte ich mir nicht zuletzt durch die Tatsache, dass ich Hochparterre wohne und garkeine Katze habe ersparen. Der sogenannte Abrissroboter steht mittlerweile brav auf einem Platz gegenüber und wartet darauf morgen weiter tiefe Löcher in den Boden kloppen zu können. In einer Woche wird das Vieh wieder abgeholt, um die gleiche Zeit… und ich bin dann vorbereitet… (wo war nochmal die Eisensäge?). [...]

Nadine  on September 15th, 2006

Hier bei mir hat noch nie ein Gotteskind geklingelt und zum Glück haben wir eine Gegensprechanlage… ;-)

Ich würde mich eher auf einen Vorwerkvertreter freuen, dann kann der mir gleich beim Hausputz helfen!!

Mein Gott, nein! » blog.stefanbueschler.de  on September 18th, 2006

[...] Da komme ich gerade nach Hause und treffe wieder die Frau Gottes an. Nicht, dass sie vor ein paar Tagen schon ihr Glück versucht hat, nein, sie Gott. Als ich ihr daraufhin antworte, dass wir bereits vor ein paar Tagen das Vergnügen hatten guckt sie etwas verwirrt und fragt, ob man dennoch einen schönen Tag wünsche dürfe. Ja, darf man, sage ich ihr und verabschiede mich. Die ist wirklich hartnäckig, aber auch heute habe ich keine Zeit für einen ausführlichen Plausch über ihren Gebieter. Schließlich ruft der 2. Bremer Webmontag und mit den Damen & Herren dort lässt sich gut über die verschiedenen Glaubensrichtungen diskutieren, sei es jetzt Religion 2.0 oder aber auch ob es valide Präsenzen wirklich gibt. Wenn sie es ein drittes Mal versucht, dann bekommt sie in Blog von mir. Da lasse ich mich dann auch auf eine Diskussion ein. [...]

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