Von Frau zu Frau

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Die obige Postwurfsendung fand sich vorhin in meinem Briefkasten wieder.
Bingo, Muttertag hast du nicht verschlafen und Valentinstag war schon. Was kommt jetzt noch?

Es geht um Blumen aus menschen- und umweltschonender Produktion. Grundsätzliche keine schlechte Idee!

Die Seite mit einer Blumenarbeiterin aus Kenia, die im achten Monaten schwanger ist und ohne Schutzkleidung die durch Pestizide belasteten Blumen verarbeiten muss, weißt auf “Fehlgeburten durch Pestizide” hin.
Die Blumenarbeiterin aus Kolumbien wird schon gleich mit Namen erwähnt und Claudia Maria darf sich über einen Arbeitsplatz bei einem FLP Betrieb und einem Lohn von 20% über dem Mindestlohn freuen. Wer wundert sich da noch über kostenlos gestellte Arbeitskleidung und kleine Hocker zur Rückenschonung?!

Die Arbeitsbedinungen in Kenia und Kolumbien miteinander zu vergleichen halte ich für schwierig bis unmöglich und zudem nimmt die keniasche Arbeiterin die Gefahr zu erkranken notgedrungen in Kauf, um wenigstens überhaupt etwas zu verdienen um so ihre Familie zu ernähren. Sie wehrt sich nicht, sonst würde sie ihren Job verlieren.

Was passiert mit ihrem Job, wenn niemand mehr die Blumen kauft die sie produziert? Ändert der Betrieb die Arbeitsbedinungen und erhöht die Löhne, oder werden die Arbeiter noch stärker ausgenutzt um trotzdem weiterhin Profit zu machen?

Die Aufforderung, Blumen nur noch bei Flower Label Programm Betrieben zu kaufen, halte ich für sehr kurzfristig gedacht.

Das Faltblatt wird von der Alternative FLP, einer Blumen-Kampagne von Brot für die Welt, terre des hommes und FIAN herausgegeben und mehr Informationen gibt es unter www.fian.de

Lied des Tages: Die Happy - Like a Flower

One Comment

Michi  on Mai 24th, 2007

Ich glaub, dass ist nichts für mich.
Michi

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